By Hans Siebert

Gern bin ich der Anregung der verehrten Frau Herausgeberin gefolgt, das vorliegende Buch zu schreiben. Die Schwingungsspektroskopi- insbesondere die Ultrarotspektroskopie - ist heute eine der verbreitet­ sten Untersuchungsmethoden des Chemikers. Es ist eine Reihe vorzüg­ licher Bücher über die Theorie und Praxis der Schwingungsspektroskopie erschienen, jedoch fehlt bisher ein zusammenfassender Bericht über An­ wendung und Ergebnisse im Bereich der anorganischen Chemie. Wegen der gebotenen Umfangsbegrenzung warfare eine enzyklopädische Darstellung des Sachgebietes nicht möglich; ich habe mich darauf beschränkt, eine Anleitung zum Auswerten von Schwingungsspektren und einen Überblick über die bisher erzielten Erkenntnisse zu geben. Eine vollständige Zitierung der einschlägigen Literatur hätte zuviel Raum beansprucht; wenn ein Gegenstand mehrfach bearbeitet worden ist, sind daher nur die neuesten Publikationen zitiert. Im Aufbau des Buches habe ich mich teilweise an das ausgezeichnete Werk von ok. W. F. KOHLRAuscH: "Ramanspektren" (1943) gehalten. Herrn Prof. Dr. W. LÜTTKE, Göttingen, danke ich herzlich für seine kritische Durchsicht großer Teile des Manuskripts sowie für die Über­ lassung unveröffentlichter UR-Spektren. Ganz besonderen Dank schulde ich Frl. H. GRAUSTEIN für ihre umfangreiche Mitarbeit bei der Literatur­ durchsicht, dem Anfertigen der Zeichnungen und des Registers, der Niederschrift des Manuskripts und dem Lesen der Korrekturen.

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Extra resources for Anwendungen der Schwingungsspektroskopie in der Anorganischen Chemie

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Vielfach sind die Schwingungsfrequenzen noch auf mehrere Stellen genauer bekannt als in Tab. 6 angegeben, und zwar in den Fällen, in denen eine Analyse der Rotationsfeinstruktur vorgenommen wurde. Die Einflüsse der Anharmonizität der Schwingungen sind bei den zweiatomigen Molekülen meist aus Untersuchungen der Obertöne gut 40 Schwingungsspektren einfacher Moleküle bekannt oder aus der Rotationsstruktur der Spektren der Gase. Die Anharmonizität macht sich am stärksten bemerkbar bei den Wasserstoffverbindungen, da hier die Amplitude der Schwingungen wegen der geringen Masse am größten ist.

Der Faktor ri rj in der rechten Summe von GI. (35) dient zur Normierung der dij auf die gleiche Dimension wie die ti (mdynjA). Die Valenzkraftkonstanten haben Werte zwischen etwa 1 und 25 mdynj A, die Deformationskonstanten sind etwa eine Größenordnung kleiner, was im Hinblick auf die Vorstellungen von der chemischen Bindung durchaus plausibel erscheint (MECRE). Die Gültigkeit dieses einfachen Valenzkraftfeldes läßt sich überprüfen an Molekülen, welche mehr meßbare Schwingungsfrequenzen besitzen, als Kraftkonstanten in der Potentialfunktion auftreten.

Bindungsenergie. Da die Kraftkonstante eine Bindungskonstante ist, erscheint es naheliegend, sie mit anderen Bindungskonstanten zu vergleichen. Sehr viele Versuche sind unternommen worden, um einen quantitativen Zusammenhang zwischen dem Kernabstand und der Valenzkraftkonstanten zu finden. Eine Zusammenstellung findet sich bei 1132. Den Verhältnissen am besten gerecht wird die Regel von BADGER (1934) b r-a=- fit' (40) wobei a und b Konstanten sind, die nur von der Stellung der verbundenen Atome in den Perioden des Periodensystems abhängen.

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